Frage:
Wie giftig ist Blaukorn wirklich?
Nach der Düngung mit Blaukorn wurde die Katze eines Bekannten zwei - drei Tage nicht in den Garten gelassen. Danach jedoch war die Katze wieder draußen und zeigte am Abend merkwürdiges Verhalten.
Der Tierarzt diagnostizierte schwere Vergiftungserscheinungen und konnte sie gerade noch retten. Wir denken, daß die Katze über den Dünger gelaufen und beim täglichen Putzen die Substanzen aufgenommen hat

Antwort:
Mineraldünger können durchaus bei Tieren, die diese fressen oder mit dem Wasser (z.B. aus Untersetzern frischgedüngter Topfpflanzen) aufnehmen, zu Vergiftungen führen. Sie sollten nach dem Ausstreuen oberflächig eingearbeitet (Beet) oder durch Wasser gelöst und eingespült werden (Beregnen des Rasens) werden. Zum einen sind Sie dann schneller pflanzenverfügbar, zum andern kommen Tiere nicht so leicht damit in Kontakt. Für den Hausgarten eignen sich auch sehr gut organische Dünger, wie z.B. Kompost, Hornspäne, getrockneter Rinderdung oder Knochenmehl. Alle organischen Dünger mit Ausnahme von Rhizinusschrot (giftig!), sind für Tiere völlig unbedenklich.
    eva.morgenstern@dlr.rlp.de     www.Gartenakademie.rlp.de