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Projekt "Futterbau im Klimawandel"
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Projekt Futterbau im Klimawandel. Das im Sommer 2025 am DLR Eifel gestartete Projekt „Futterbau im Klimawandel“ verfolgt das Ziel, klimaresiliente Futterpflanzen anzubauen und deren Einsatz in der Tierfütterung zu erproben. Im Fokus stehen dabei vor allem trockentolerante Arten, die zugleich eine hohe Futterqualität, ein verlässliches Ertragspotenzial sowie gute Siliereigenschaften aufweisen. In den letzten Jahren häuften sich heiße Sommer mit wenig Niederschlag. Die Niederschlagsverteilung über das Jahr ändert sich, es kommt vermehrt zu Starkregenereignissen und Trockenperioden. Diese Klimaveränderungen wirken sich auch auf den Futterbau in der Eifel aus. Das ertragreiche, schnellwüchsige Deutsche Weidelgras hat große Anteile im Grünland. Jedoch ist dieses Gras, ähnlich wie andere bisher eingesetzte Gräser und Futterpflanzen, nicht besonders trockentolerant. In trockenen Sommern nimmt daher der Ertrag ab (Abb.1), denn den Futterpflanzen fehlt das Wasser um zu wachsen. Auch der Silomais liefert in trockenen Jahren deutlich weniger TM/ha, hinzu kommen neu auftretende Krankheitserreger und Schädlinge, wie der Maiswurzelbohrer. Die Konsequenz ist, dass Rinderhalter weniger Futter zur Verfügung haben, um ihre Tiere art- und leistungsgerecht zu versorgen. In dem Projekt Futterbau im Klimawandel wird daher nach alternativen Pflanzen gesucht, die trockentoleranter sind und gleichzeitig gute Futterwerte, ein hohes Ertragspotenzial sowie gute Siliereigenschaften besitzen. Dafür werden neben Leguminosen und Gräsern, wie Rotklee oder Rohrschwingel, auch unerprobtere aber erfolgsversprechende Kräuter wie Spitzwegerich und Futterzichorie in Demonstrationsversuchen angelegt. Ziel ist es, das Erfolgspotenzial der einzelnen Arten und Mischungen abzuschätzen. Dabei sollen Versuche sowohl im Ackerfutterbau als auch im Dauergrünland angelegt werden, damit auch das Nachsaatpotenzial in eine bestehende Grünlandnarbe berücksichtigt werden kann. Die Versuche werden bonitiert und beerntet, um die Futterpflanzen herauszufiltern, die sich aufgrund von Ertrag, Qualität & Tauglichkeit eignen. Darauf folgt die Überprüfung der Siliereigenschaften im Labor. Mithilfe von Weckgläsern oder eines Vakuumiergerätes können die im Silo vorherrschenden Bedingungen nachgebildet und Silierproben analysiert werden. Im Projekt werden die silierten Futtermittel auch auf ihre Verdaulichkeit getestet. Die TH Bingen verfügt über die Möglichkeit, diese mithilfe des Hammeltests zu bestimmen. Nach Prüfung der Verdaulichkeit, des Futterwerts und der Akzeptanz der Tiere sollen die alternativen Futterpflanzen, für die sich aufgrund der vorher bestimmten Parameter das größte Potenzial ergibt, im weiteren Verlauf des Projekts in der Rinderfütterung eingesetzt werden. Dazu hat die Lehr- und Forschungsanstalt Hofgut Neumühle die nötigen Kapazitäten. Neben Leistungsparameter sollen auch Methanmessungen durchgeführt werden, um eventuell positive Auswirkungen der Futterpflanzen auf die Reduktion von Methan feststellen zu können. Abbildung 1: Trockenmasseertrag [dt/ha] Wertprüfung Deutsches Weidelgras (Quelle: R. Fisch, DLR Eifel, Versuchsstandort Kyllburgweiler)
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